Kalligraphie

Die Kalligraphie in China ist durch die ästhetische Ausgestaltung der Schriftzeichen seit Jahrtausenden ein wesentlicher Bestandteil der chinesischen Kunst. Auch in einigen anderen asiatischen Ländern spielt die Kalligraphie eine wichtige Rolle in der Kulturgeschichte, z. B. in Japan und Korea.
Pinsel, Papier, Tusche und Reibstein werden als „Die vier Schätze der Studierstube“ bezeichnet.
Über die Jahrhunderte hinweg haben die Kalligraphen zahlreiche Stile entwickelt. Zu den Hauptstilen gehören die archaische „Zhuanshu“- Siegelschrift, die „Lishu“-Kanzleischrift, die „Kaishu“-Normal- oder Musterschrift, die „Xingshu“-Schnellschrift und die „Caoshu“-Grasschrift.
Die bildhaften Schriftzeichen zu betrachten ist ein besonderer Genuß. Ihre Harmonie und ihr rhythmischer Fluß wirken oft wie abstrakte Kunst. Verschiedenste Menschen, vom Bauern bis zum Kaiser, sammelten begierig Werke schöner Kalligraphie. Kalligraphien als Rollbilder oder gerahmt findet man überall, wohin man auch schaut.
Kalligraphie zu üben bringt Körper und Geist in Einklang, denn es fördert Disziplin, Geduld und Ausdauer. Deshalb hatten viele geschichtlich bekannte Kalligraphen ein sehr langes Leben. Kalligraphie zu praktizieren kann die Persönlichkeit formen und das Lebensziel verändern.

Lesen sie hier zwei Artikel von Wang Ning zum Thema: Kalligraphie und Kalligraphie – Kunst und Meditation